Booking.com Kinderpreise richtig verwalten: Was das Update 2026 für Hotels bedeutet

Inhaltsverzeichnis

Ab dem 28. Juni 2026 entfernt Booking.com die bisherige Einstellung „Max. Anzahl Kinder mit Kinderrate“. Die Änderung betrifft Hotels, die Familienzimmer anbieten oder Kinder zu vergünstigten Preisen beherbergen.

Für viele Hotels verbessert sich dadurch die Sichtbarkeit familiengeeigneter Zimmer. Gleichzeitig sollten Revenue Manager und Hotelbetreiber prüfen, ob ihre Kinderpreise und Zimmerkapazitäten weiterhin korrekt abgebildet werden.

Was ändert sich bei Booking.com ab Juni 2026?

Booking.com schafft die Einstellung „Max. Anzahl Kinder mit Kinderrate“ ab.

Bisher konnten Hotels festlegen, wie viele Kinder innerhalb eines Zimmers tatsächlich die hinterlegte Kinderrate erhalten. Weitere Kinder wurden automatisch wie Erwachsene behandelt.

Ab Juni 2026 gilt die hinterlegte Kinderrate automatisch für alle Kinder, die laut Zimmerkonfiguration zugelassen sind.

Dadurch werden Zimmerkapazitäten und Kinderpreise künftig konsistenter dargestellt.

Wie funktionieren Kinderpreise auf Booking.com?

Kinderpreise ermöglichen es Hotels, Familien spezielle Konditionen anzubieten.

Je nach Hotel können:

  • Kinder kostenlos übernachten
  • reduzierte Kinderpreise gelten
  • altersabhängige Preise hinterlegt werden
  • flexible Kinderraten genutzt werden

 

Diese Einstellungen beeinflussen nicht nur den Endpreis einer Buchung, sondern auch die Sichtbarkeit eines Hotels in den Suchergebnissen.

Warum wurden Familienzimmer bisher teilweise nicht angezeigt?

In der Vergangenheit konnten fehlerhafte oder missverständlich konfigurierte Kinderraten dazu führen, dass Familienzimmer als nicht verfügbar galten.

Ein Beispiel:

Ein Zimmer war für zwei Erwachsene und zwei Kinder geeignet.

Wurde jedoch nur für ein Kind eine Kinderrate hinterlegt, behandelte Booking.com das zweite Kind als Erwachsenen.

War die maximale Erwachsenenkapazität bereits erreicht, erschien das Zimmer nicht mehr in den Suchergebnissen – obwohl es für die Familie eigentlich geeignet gewesen wäre.

Welche Hotels sind von der Änderung betroffen?

Besonders relevant ist die Umstellung für:

  • Familienhotels
  • Resorts
  • Ferienhotels
  • Stadthotels mit Familienangeboten
  • Serviced Apartments
  • Hotels mit Mehrbettzimmern
  • Hotels mit altersabhängigen Kinderpreisen

Vorteile des Updates für Hotels

  • Bessere Sichtbarkeit für Familienzimmer: Geeignete Zimmer werden häufiger korrekt angezeigt
  • Höhere Buchungschancen: Familien finden passende Angebote einfacher
  • Weniger technische Fehlerquellen: Missverständliche Einstellungen entfallen
  • Mehr Transparenz: Die Preislogik wird für Gäste nachvollziehbarer

Mögliche Risiken für Revenue Management und Preisstrategie

Hotels sollten prüfen, ob sich ihre durchschnittlichen Familienraten verändern.

Besonders betroffen sind Hotels, die:

  • nur eine begrenzte Anzahl Kinder kostenlos aufnehmen
  • mehrere Kinder bisher als Erwachsene berechnet haben
  • komplexe Kinderpreisstrukturen nutzen

 

Andernfalls kann die durchschnittliche Rate pro Familienbuchung sinken.

Handlungsempfehlungen für Hotels

Vor dem 28. Juni 2026 sollten Hotels:

  1. Kinderpreise überprüfen
  2. Familienzimmer kontrollieren
  3. Zimmerkapazitäten validieren
  4. Flexible Children Rates prüfen
  5. Testbuchungen durchführen
  6. Auswirkungen auf Revenue Management analysieren

Fazit

Das Booking.com Update sorgt für mehr Transparenz und verbessert die Sichtbarkeit familiengeeigneter Zimmer.

Gleichzeitig sollten Hotels ihre Kinderpreise, Zimmerkapazitäten und Preisstrategien überprüfen, um unerwünschte Auswirkungen auf Umsatz und Durchschnittsraten zu vermeiden.

Wer die Umstellung frühzeitig analysiert, kann die Vorteile nutzen und gleichzeitig potenzielle Ertragsverluste vermeiden.

FAQ

Hotels können individuelle Kinderraten und altersabhängige Preise hinterlegen, um Familien attraktive Angebote anzubieten.

Flexible Children Rates ermöglichen eine differenzierte Preisgestaltung für Kinder je nach Alter und Zimmerkonfiguration.

Familiengeeignete Zimmer werden künftig häufiger korrekt angezeigt und können dadurch mehr Buchungen generieren.

Ja. Wenn bisher zusätzliche Kinder als Erwachsene berechnet wurden, können Familienbuchungen künftig günstiger werden.

Kinderpreise, Zimmerkapazitäten und Revenue-Management-Einstellungen sollten überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Birgit Haake - Expertin Revenue Management

Autorin: Birgit Haake

Birgit Haake verfügt über mehr als 25 Jahren Praxiserfahrung in der Hospitality Industry und im Gesundheitswesen. Mit ihrem Unternehmen Haake Revenue4U unterstützt sie als Expertin im Revenue Management Individualhotels und Hotelketten in Deutschland und Europa. Die Kernkompetenzen liegen im Buchungsmanagement, (MICE) Revenue Management, Pricing und der Online Distribution. Birgit Haake ist Diplom-Kauffrau und verfügt über eine abgeschlossene Ausbildung als Hotelfachfrau. Sie ist zertifizierte Trainerin und jahrelange Hochschuldozentin für Internationales Hotelmanagement und Tourismusmanagement.

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